Mein Augenlicht

Mein Augenlicht

Ich habe dich in meinen Armen gehalten,
Ließ Liebe und auch Sorgfalt walten.
Ich hab' dich in den Schlaf gesungen,
Mit Geistern unterm Bett gerungen.

Ich liebe so sehr dein Lachen,
Mach dafür verrückte Sachen.
Doch fließen dann die Tränen in Strömen,
Kann ich mich daran nicht gewöhnen.

Ich spiele sogar mit Puppen mit dir.
Hatte niemals Angst, dass ich meine Würde verlier'.
Ich lese dir deine Lieblingsgeschichten vor
Und du flüsterst dafür „Ich liebe dich!“ in mein Ohr.

Wir kuscheln zusammen in den Betten,
Ich musste dich vor so manchem Kitzelmonster retten.
Ich wasche dein Haar mit Himbeerduft,
Und sauge dann ein, die duftende Luft.

Wir verbringen Stunden, in deinem Feenreich.
Du tanzt durch's Zimmer, einer Prinzessin gleich.
Mein Glück ist, deine lachenden Augen zu sehen
Und zu wissen, dass wir gemeinsam durch's Leben gehen.

Du malst mir Bilder, schöner als die Welt,
Geht’s mir nicht gut, kommst du gleich wie bestellt.
Du tröstest mich, wenn meine Welt zerbricht.
Du bist mein Kind, teurer als mein Augenlicht.

Für meine Tochter Marie, die neuen Schwung in mein Leben gebracht hat.

© Thorsten Trautmann

Rheine. 02.02.2010


© Thorsten Trautmann 2012