Armageddon

Armageddon



Und dann ist meine Welt in die Sonne gestürzt,
Ist die ganze Lebenssuppe plötzlich völlig ungewürzt.
Vulkane brodeln auf meiner Seele und die Erde bricht auf
Und die ganze Katastrophe nimmt den finalen Verlauf.

Wo gestern Leben blühte, explodiert heute das Nichts,
Meine Schultern brechen ein unter der Last des Gewichts.
Die Sterne um mich herum verglühen gleißend und heiß,
Erbringen für meine Sterblichkeit den entscheidenden Beweis.

Und auf einmal war der Urknall eine schöne Illusion,
Denn das Vakuum entsteht erneut nach dieser Superexplosion.
Meteore schlagen Krater in mein unnützes Herz,
Ziehen Seele und Verstand unbarmherzig mit abwärts.

Meine ganze Existenz ist ein riesig schwarzes Loch,
Saugt das Sein in dessen Inneres aber wächst trotz allem noch.
Keine Rettung meines Ichs ist auch nur in Aussicht,
Denn meine eigene, kleine Welt steht vor dem jüngsten Gericht.

© Thorsten Trautmann

Rheine, 04.06.2011

© Thorsten Trautmann 2012