Volle Pracht

Volle Pracht

Ich suche nach Träumen, die unendlich sind,
Nach dem Mann in mir ewigen Kind.
Keine Macht über meine Sehnsucht mehr,
Ziehe ich über meine Ängste her.

Ich suche nach Menschen, die bei mir sind,
Die ich nicht nur in meinem Computer find'.
Ich lebe mein Leben, nicht eine Sicherheitskopie,
Das Leben ist nicht so schrecklich, dass ich davor flieh'.

Ich suche nach Gefühlen, die ich abgelegt glaubte,
Die ich in die Urne steckte, den Deckel verschraubte.
Da steckten sie mit der Asche von meinem Herzen,
Mit den Gedanken und den allgegenwärtigen Schmerzen.

Ich suche nach Licht in meiner dunklen Seele,
Kneife die Augen zusammen, damit ich sie nicht quäle.
Am Ende des Tunnels ist grelles Licht,
Nur ob es ein Zug ist, weiß ich leider nicht.

Ich suche nach Sinn in einer sinnlosen Tat,
Suche nach Zuneigung in offenem Verrat.
Ich suche das, was mich glücklich macht
Und finde nur Fragen in voller Pracht.

© Thorsten Trautmann

Rheine, 16.02.2012

© Thorsten Trautmann 2012