Worte nur Worte

Worte, die niemand hören will,
Schreien in mir, doch ich bleibe still.
Worte, die einst mein Lebenselixier waren,
Will ich nun der Welt und vor allem mir selbst ersparen.

Worte, so kalt und unausgesprochen,
Haben mir Seele und Herz zerbrochen,
Worte, die nicht über meine Lippen sollen,
Doch sich ihren Weg auf meine Zunge bahnen wollen.

Worte, leise geflüstert in Zweisamkeit,
Versprachen die Welt und den Raum und die Zeit,
Worte gesäuselt in des anderen Ohr,
Kommen mir jetzt nur noch wie Lügen vor.

Worte, die nicht für mich gedacht,
Schüren diesen bösen Verdacht.
Worte in Leidenschaft schnell gesagt,
Waren oft doch zu gewagt.

Worte, oft als Waffe missbraucht,
Viel genutzt und schnell verraucht,
Worte, die Nähe symbolisieren wollten
Und am Ende nur verletzen sollten.

Worte, die für Gespräche ersonnen,
Sind meist schnell im Licht zerronnen.
Doch Worte sind so unschuldig wie ein Kind,
Weil Worte halt doch nur Worte sind.

© Thorsten Trautmann

Rheine, 18.06.2014

© Thorsten Trautmann 2012