Der feste Wille

Der feste Wille





Wenn die dunkle Stunde schwer versinkt,
Keine Macht der Welt den Sieg erringt,
Über Leiden, Not und Pein,
Muss die Hoffnung Retter sein.

Wenn die Angst wie Blei am Himmel hängt,
Alle Träume im Tränenmeer versenkt,
Die Hände Hilfe suchend ins Leere greifen,
Muss der Gedanke schnell zur Tat dann reifen.

Schaut das Aug' ins Höllenloch,
Fest verschlossen sieht es doch,
Kann sich nicht vom Grauen wenden,
Muss das Elend schnell beenden.

Wenn alles auf dich nieder stürzt,
Das Leben sich mit Angst dann würzt,
Wünscht du dir schnell ein and'res Leben
Und kannst dir deines nicht vergeben.

Kein Mensch ist seines Glückes Schmied,
Der je in diesen Sog geriet.
Denn was dir fehlt in all der Stille,
Ist allein der feste Wille.



© Thorsten Trautmann



Rheine, 12.09.2009



Auch dieses Gedicht stammt aus meiner Krankheitsperiode

© Thorsten Trautmann 2012