Schutz

Schutz





Ich stehe vor verschlossenen Türen,
Die alle zu mir selber führen.
Die Fassade steht so starr und fest,
Wie sie sich eben halten lässt.

Das Leben ist jetzt Maskenball,
sollst merken es auf keine Fall,
Dass in mir solch' Gefühle lauern.
Denn was ich will, ist kein Bedauern.

Ich schließ' dich in mein Herz fest ein,
Meine Liebe soll die Wächterin sein.
Denn draußen kann ich dir nicht nützen,
Kann dich nicht vor dem Leben schützen.

Du musst selber auf dich achten,
Wo meine Augen sonst auch wachten,
Kann ich nicht immer Hüter sein,
Denn ich muss auch ich selber sein.

Meine Liebe ist dadurch nicht kleiner,
Mein Gewissen wird nur reiner,
Wenn ich nicht mehr den Druck verspüre,
weil ich mein und nicht dein Leben führe.

Für meine Frau Sylke

© Thorsten Trautmann

Rheine, 10.10.2009

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© Thorsten Trautmann 2012