So viel zu...

So viel zu...

So viel zu ewigen Gefühlen,
Die immer meine Seele aufwühlen.
Irgendwann ist der Sturm ein lauer Wind,
Irgendwann wird jeder Mann zum Kind.

So viel zu allen heren Zielen,
Die allesamt dem Alltag zum Opfer fielen.
Irgendwann verlief ich mich auf dem Weg dorthin,
Oder vergaß ganz einfach allen Zweck und Sinn.

So viel zu immer der Nette sein.
Wenn du nicht aufpasst, macht dich das zum Schwein.
Irgendwann fängst du an, den guten Jungen zu hassen
Und lebst in der Angst, dass wahre Leben zu verpassen.

So viel zu: „Jeder ist seines Glückes Schmied“,
Weil mich das Glück anscheinend plötzlich mied.
Irgendwann wachte ich am Morgen auf
Und spürte, das Unglück nahm nun seinen Lauf.

So viel zu: „Ich komm alleine klar!“,
Heute weiß ich, dass das gelogen war.
Irgendwann brauchte jeder eine Hand,
Die ihn mit dem richtigen Leben verband.

So viel zu allen, die denken, dass sie besser sind als ich.
Vielleicht lässt euer Selbstvertrauen euch auch einmal im Stich.
Irgendwann werdet ihr dann verstehen,
Dass andere euch mit anderen Augen sehen.

© Thorsten Trautmann

Bad Pyrmont, 18.12.2009

Krankheits-Zyklus

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