Puppenspiel

Puppenspiel

Ich lehn' mich in mir selbst zurück,
Verfluche anderer Leute Glück.
Zufriedenheit ist ein Fremdwort,
Erinnern grenzt schon an Selbstmord.

Was kann mich denn vom Leben kurieren,
Es mit einem echten Sinn verzieren?
Auf diesen Berg folgt wohl kein Tal.
Nur bodenlose, tiefe Qual.

Der Himmel ist ein schöner Ort?
Stürme und Blitze entstehen dort!
Ich will nicht nach Höherem streben,
Will lieber hier am Boden kleben.

Keine Spur von Ehre hier,
Dafür lebe ich in Gier.
Die Gier nach Sinn in meinem Leben,
Bar von materiellem Streben.

Welch kühner Plan dem Kopf entspringt
Und doch in Belanglosigkeit versinkt,
Wenn man darin den Sinn nicht sieht,
Weil alles sowieso geschieht.

Ich muss mich immer wieder entscheiden
Und kann mein Schicksal nicht vermeiden.
Ich habe so viel Zeit sinnlos vertan,
Denn dieses Leben läuft nicht nach Plan.

Egal wer da die Strippen hält,
Er lenkt meine ganze Welt.
Ich muss mir wirklich Mühe geben
Und mit meinem Schicksal leben.

© Thorsten Trautmann

Rheine, 09.02.2010

© Thorsten Trautmann 2012