Schatten

Schatten



Wenn die Zeit auf ihren Schatten prallt,
Gebietet dieser ihr kurz Einhalt,
Sie steht dann plötzlich gänzlich still,
Als ob sie überlegen will.

Wenn das Licht über seine Grenzen scheint,
Ist's als ob die Sonne weint,
Es flutet dann die dunkle Welt,
Bevor es auf die Schatten fällt.

Wenn das Leben seinen Atem aushaucht,
Weil alle Kraft ist aufgebraucht,
Verlassen das Schiff die ganzen Ratten,
Verkriechen sich dann schnell im Schatten.

Wenn die Fantasie über die Grenze tritt,
Ist das oft nur ein kleiner Schritt,
Doch bevor sie kann wieder ermatten,
Vertreibt sie all die bösen Schatten.

© Thorsten Trautmann

Rheine, 25.06.2011

© Thorsten Trautmann 2012