Sinnlos

Sinnlos



Ich renne gegen mich selber an,
Weil's wohl kein anderer machen kann.
Auf all den vielen langen Wegen,
Komm ich mir deshalb selbst entgegen.

Kaum habe ich mich selbst gefunden,
Hab ich mich auch schon selbst entbunden,
Von den Gedanken, mit denen ich schwanger ging,
Von denen meine Chance abhing.

Gesagt, getan, versagt, vergessen,
Ständig dieses Kräftemessen.
Ich kann und will mich nicht verstecken,
Am eigenen Ehrgeiz still verrecken.

Geschultes Auge wachsam ist,
Weil man allzu leicht vergisst,
Dass im Inneren Gefahren lauern,
Die das Dasein überdauern.

Geteilte Angst ist doppelt Angst,
Weil du nicht mehr alleine bangst.
Doch geteilter Mut ist halber Mut
Und dadurch auch nur halb so gut.

Wenn du diese Worte hörst
Und dich an ihrem Sinn dann störst,
Dann frage dich wie lautet der?
Denn Sinn gibt das hier gar nicht her!

© Thorsten Trautmann

Rheine, 14.05.2010

© Thorsten Trautmann 2012