Verlangen nach Respekt

Verlangen nach Respekt



Du verlangst Respekt von mir, mit der Hand im Schritt,
Doch was du vielleicht noch verdient hast, ist ein grober Tritt.
Die Finger gespreizt, von deiner Brust vor mein Gesicht,
Ist eines schonmal klar, so verdienst du ihn nicht.

Du behandelst Frauen schlecht, das ist blanker Hohn
Und begründest das dann großspurig mit deiner Religion.
Du beschimpfst unseren Staat, bist völlig abgehoben,
Doch sind wir mal ehrlich, deine Stütze kommt von da oben.

Keiner will deine Meinung hören, doch du krakelst sie heraus
Und wunderst dich dann noch, schicke ich dich nach Haus'.
Deine Sprache ist beleidigend und voller Kraftausdrücke,
Du bezeichnest mich als Nazi, weil ich dir zu Leibe rücke.

Wenn du dich nicht benimmst und ich einschreite,
Behauptest du gleich, dass ich nur mit Ausländern streite.
Du versteckst dich hinter deiner anderen Religion,
Doch wenn du dich betrinkst, beschmutzt du sie schon.

In keiner Religion dieser Welt,
Ist der betrunkene Gewalttäter ein Held.
Ich respektiere wirklich jeden Glauben,
Doch sollte keiner nur als Schutzschild taugen.

Keine Glaubenszugehörigkeit allein verdient Respekt.
Kein Glaube verdient es, dass man sich hinter ihm versteckt.
Respekt verdient, wer zu seinen Taten steht
Und wirklich nach dessen Regeln durch's Leben geht.

Du fühlst dich immer angegriffen, immer sind die Fäuste oben,
So hast du dich schon immer fromm selber betrogen.
Ich ahnde weder Nationalität noch Religion,
Aber Regelüberschreitungen, die ahnde ich schon.

Warum denkst du, dass ich dich respektieren muss,
Wie kommst du zu diesem irrwitzigen Schluss?
Ich kann Leistung respektieren und Humanität,
Doch bestimmt keine Gewalt oder Kriminalität.

Reiß dich zusammen, setze die Mütze richtig rum auf,
Lerne in der Schule, gestalte deinen Lebenslauf.
Hast du etwas geleistet und du triffst auf mich,
Versichere ich dir, ich respektiere dich.

© Thorsten Trautmann

Rheine, 25.03.2012

© Thorsten Trautmann 2012