Geier über Haiti

Geier über Haiti

Glühend heiße Gedankenspiele,
Verheißen negative Ziele.
Ideen aus des Herzens Gruft,
Nehmen der Vernunft die Luft.

Das Schicksal überfiel die Welt,
Hat Tausende um ihr Dasein geprellt.
Das Elend löschte Leben aus,
Verschonte weder Mensch noch Haus.

Kaum verklang dies grausame Spiel,
Der Retter in das Land einfiel.
Er brachte Hilfe und auch Geld,
Doch brachte er auch Irrglauben in die Welt.

So nutzt diese selbst ernannte Religion,
Das Unglück einer ganzen Nation,
Um sich als Erlöser zu etablieren,
Damit die Menschen auch noch den Glauben verlieren.

Ein Mensch, der alles verloren hat,
Hat schnell die alten Götter satt.
Das nutzt man dann im Namen der Menschlichkeit,
Für Gehirnwäsche in aller Öffentlichkeit.

Gläubige sind eine Ware,
Deshalb schickt man schnell dann Missionare.
Die bringen dann neben wichtigen Essen,
Auch neue Gedanken, nicht zu vergessen.

Da heilt man dann mit Handauflegen,
Will ohne Medikamente pflegen.
Denn die armen und verletzten Leute,
Sind für Scientologen leichte Beute.

Keine Religion der Welt,
Ist so besessen von fremden Geld,
Wie die des schlechten Buchautoren.
Sie lässt selbst die Ärmsten nicht ungeschoren.

Schickt gerne Medikamente und Essen.
Man wird es euch wohl nie vergessen.
Ich glaube aber nicht, dass ihr nur helfen wollt.
Ich glaube, dass ihr euch schämen sollt!

Dieses Gedicht entstand nach der Nachricht, dass John Travolta nach dem Erdbeben in Haiti nicht nur Hilfsgüter dorthin flog, sondern auch massenweise Scientilogy-Missionare, die diese „Religion“ dort verbreiten sollten. Schämt euch dafür!

© Thorsten Trautmann

Rheine, 30.01.2010

© Thorsten Trautmann 2012