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Ende eines Zyklus'



Es hat vor langer Zeit begonnen,

Die Zeit ist bitter schnell zerronnen.

Was als Kleinigkeit anfing,

Wurde schnell zum Riesending.


So wurde er zum Teil des Lebens,

Mich zu wehren war vergebens.

Ich musste einfach weiter machen,

Schrieb über große und die kleinen Sachen.


Der Zweck war ganz schnell ausgemacht,

Beim Schreiben hab ich nachgedacht.

Kein Gedanke blieb da auf der Strecke,

Versteckte er sich auch in der hintersten Ecke.


So zogen Jahreszeiten übers Land,

Mein Kopf schien niemals ausgebrannt.

Immer flossen die Ideen,

Vereinten sich zu ganzen Seen.


In denen fischte ich nach Worten,

Fand sie an dunklen, feuchten Orten.

Mein Geist barg sie oft an finsteren Plätzen.

Diese durfte ich dann ins rechte Licht setzen.


Jetzt ist es in mir hell genug.

Ich genieße mein Leben wieder Zug um Zug.

Er war mir lieb, ein treuer Begleiter,

Doch führt der Krankheits-Zyklus nun nicht mehr weiter.


© Thorsten Trautmann


Bad Pyrmont, 04.01.2010


Ende des Krankheits-Zyklus'

Alptraum


Du hast die Augen aufgerissen,

Hast alle Haltung fort geschmissen.

Der Alptraum geht unverändert weiter,

Das Grauen macht sich immer breiter.


Du versuchst verzweifelt aufzuwachen

Und schaust dem Schrecken in den Rachen.

Du läufst und kommst nicht von der Stelle.

Von hinten kommt die Monsterwelle.


Du sehnst dir das Erwachen herbei,

Auf das der Alptraum vorüber sei.

Doch kannst du dir noch so viel Mühe geben,

Denn dies ist kein Alptraum, sondern dein Leben.


© Thorsten Trautmann


Rheine, 28.10.2009


Krankheits-Zyklus

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