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Er



Er kommt und bleibt so lang er will.

Willst du Erholung bleibt er nie still.

Er saugt dem Leben die Freude aus

Und fesselt dich ohne Seil ans Haus.


Er frisst sich in die Seele ein.

Am Anfang ist er meistens klein.

Doch Zeit lässt ihn zum Riesen werden,

So groß, um auch daran zu sterben.


Sein Ursprung ist nicht immer klar.

Oft weiß man nicht was zuerst war.

Doch ist das später einerlei,

Denn es zählt nur, wer steht dir bei?


Er wird zum Teil in deinem Leben.

Irgendwann willst du's nur noch aufgeben.

Denn etwas friert dir ein das Herz

Und das ist dieser stete Schmerz.


© Thorsten Trautmann


Rantum/Sylt, 20.10.2009


Sylt-Trilogie Teil 1


Krankheits-Zyklus

Alptraum


Du hast die Augen aufgerissen,

Hast alle Haltung fort geschmissen.

Der Alptraum geht unverändert weiter,

Das Grauen macht sich immer breiter.


Du versuchst verzweifelt aufzuwachen

Und schaust dem Schrecken in den Rachen.

Du läufst und kommst nicht von der Stelle.

Von hinten kommt die Monsterwelle.


Du sehnst dir das Erwachen herbei,

Auf das der Alptraum vorüber sei.

Doch kannst du dir noch so viel Mühe geben,

Denn dies ist kein Alptraum, sondern dein Leben.


© Thorsten Trautmann


Rheine, 28.10.2009


Krankheits-Zyklus

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