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Federn im Wind



Glühende Wellen, die durch das Denken branden,

Verirrte Gedanken in fremden Landen,

Goldener Schein der Erleuchtung bleibt aus,

Leuchtet aus sicherer Entfernung heraus.


Ozeane der Unwissenheit durchschwimmen,

Einen Eindruck aber nicht das Spiel gewinnen,

Alle Untiefen ganz vorsichtig ausloten,

Denn Fehlnavigation ist streng verboten.


Der eigene Kopf als Abenteuerland,

Wo ich Spannung aber nicht Erholung fand,

Doch Abreisen sitzt nicht so einfach drin

Und macht womöglich keinen Sinn.


Gezielt Gedanken schweifen lassen,

So lang, bis alle zu mir passen.

Kaum wollt' ich meine Grenzen checken,

Musst' ich sie auch schon weiter stecken.


Ich habe genug der Gedankenfreiheit,

Meine schweifen mir oft schon zu weit.

Ich will entscheiden wo meine Grenzen sind

Und keine Gedanken wie Federn im Wind.


© Thorsten Trautmann


Rheine, 02.11.2009


Krankheits-Zyklus

Alptraum


Du hast die Augen aufgerissen,

Hast alle Haltung fort geschmissen.

Der Alptraum geht unverändert weiter,

Das Grauen macht sich immer breiter.


Du versuchst verzweifelt aufzuwachen

Und schaust dem Schrecken in den Rachen.

Du läufst und kommst nicht von der Stelle.

Von hinten kommt die Monsterwelle.


Du sehnst dir das Erwachen herbei,

Auf das der Alptraum vorüber sei.

Doch kannst du dir noch so viel Mühe geben,

Denn dies ist kein Alptraum, sondern dein Leben.


© Thorsten Trautmann


Rheine, 28.10.2009


Krankheits-Zyklus

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