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Sympathie



Gedankenfetzen schwirren durch mein Bewusstsein,

Brennen sich in die Synapsen ein.

Sie wabern durch mein gestresstes Gehirn

Und rebellieren hinter meiner Stirn.


Die Kontrolle ist das oberste Ziel,

Doch wünschen kann man sich wirklich viel.

Gedanken lassen sich nicht kontrollieren,

Bevor sie sich in Bedeutungslosigkeit verlieren.


Könnte ich sie wenigsten auf dem Weg zum Mund aufhalten.

Doch es scheint, als wollten sie nach ihrem Willen walten.

So muss ich mit den Konsequenzen leben.

Muss mir selber meine eigenen Gedanken vergeben.


Alles was gedacht wird, darf diesen Kopf nicht verlassen!

Ansonsten wird mich meine Umwelt nur hassen.

Doch wenn ich das alles mal richtig überdenke,

Ist mir egal, ob ich vielleicht Sympathien verschenke.


Bevor ich in mir einen Gedankenstau riskiere,

Bin ich bereit, dass ich Sympathien verliere.

Denn was nutzt mir alle Sympathie der Welt,

Wenn sie mich auf ein Abstellgleis stellt?


Sympathie ist wichtig für die Zufriedenheit.

Doch bringt sie mich alleine auch nicht so weit.

Wichtiger ist, dass ich zu meiner Meinung stehe

Und mit festen Schritten meines Weges gehe!


© Thorsten Trautmann


Rheine, 31.10.2009


Krankheits-Zyklus

Alptraum


Du hast die Augen aufgerissen,

Hast alle Haltung fort geschmissen.

Der Alptraum geht unverändert weiter,

Das Grauen macht sich immer breiter.


Du versuchst verzweifelt aufzuwachen

Und schaust dem Schrecken in den Rachen.

Du läufst und kommst nicht von der Stelle.

Von hinten kommt die Monsterwelle.


Du sehnst dir das Erwachen herbei,

Auf das der Alptraum vorüber sei.

Doch kannst du dir noch so viel Mühe geben,

Denn dies ist kein Alptraum, sondern dein Leben.


© Thorsten Trautmann


Rheine, 28.10.2009


Krankheits-Zyklus

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