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Tränen



Glitzernde Tropfen benetzen das Ich,

Fließen zusammen und sammeln sich.

Werden zu einem reißenden Strom,

Plätschern in meines Herzens Dom.


Die Tropfen schmecken ganz leicht nach Salz,

Laufen vom Kopf mir über den Hals.

Diese Tropfen sind meine Tränen,

Die sich nach der Trocknung sehnen.


So wie sich das Licht in den Tränen bricht,

Nehmen sie funkelnd mir die Sicht.

Die Sicht auf ein erfülltes Leben,

Erfüllt durch Nehmen und auch Geben.


Die Tränenflut reißt mich davon

Und schließt mich ein in den Kokon,

Gesponnen aus der Traurigkeit,

Die mich erfüllt die ganze Zeit.


Wann wird die Flut endlich versiegen?

Wann wird die Traurigkeit verfliegen?

Wann hab' ich wieder freie Sicht?

Zur Zeit weiß ich es leider nicht.


© Thorsten Trautmann


Rheine, 14.11.2009


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