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Überflüssig



Da ist es wieder das Gefühl,

Als ob ich einfach davon spül',

Als triebe ich ganz langsam ab,

Die Luft zum Atmen wird jetzt knapp.


Wieder diese Situation,

Eigentlich kenne ich sie schon.

Doch setzt sie mir recht heftig zu,

Denn in der Situation bist du.


Du bist für mich mein größter Schatz,

Doch fühle ich mich fehl am Platz.

Denn immer, wenn Entscheidungen anstehen,

Muss ich zwingend deine Wege gehen.


Das ätzt mir die Persönlichkeit weg,

Zieht unsere Beziehung in den Dreck.

Wieso darfst du allein entscheiden

Und alle müssen drunter leiden?


Ich liebe dich mehr als mein Leben,

Hab's oft schon für dich aufgegeben.

Doch will ich wieder mein Leben führen,

Muss ich auch Verantwortung spüren.


Du lässt mir so oft keine Wahl.

So wird das Zusammenleben eine Qual.

Die Konsequenz ist einfach schlüssig:

ich fühl' mich gänzlich überflüssig!


© Thorsten Trautmann


Rantum/Sylt, 21.10.2009


Sylt-Trilogie Teil 3


Krankheits-Zyklus

Alptraum


Du hast die Augen aufgerissen,

Hast alle Haltung fort geschmissen.

Der Alptraum geht unverändert weiter,

Das Grauen macht sich immer breiter.


Du versuchst verzweifelt aufzuwachen

Und schaust dem Schrecken in den Rachen.

Du läufst und kommst nicht von der Stelle.

Von hinten kommt die Monsterwelle.


Du sehnst dir das Erwachen herbei,

Auf das der Alptraum vorüber sei.

Doch kannst du dir noch so viel Mühe geben,

Denn dies ist kein Alptraum, sondern dein Leben.


© Thorsten Trautmann


Rheine, 28.10.2009


Krankheits-Zyklus

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