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Abstellkammer

Zwei Regale bis zur Decke,
Darin Schuhe und Verstecke,
Zeug zum Werken und Schuhputzen,
Manches mit, manches ohne Nutzen.

Davor die alte Kommode,
Gealtert in Methode,
Darauf der große Wäschekorb,
Daneben finden Plastiktüten ihren Ort.

Darüber hängt der Teppichklopfer,
Erwartet seine Opfer,
Dahinter die antike Tapete,
Durchtränkt durch viel Sekrete.

Keine Tür, nur ein schwerer Vorhang,
Ganz schmal, fast gar kein Durchgang,
Nur eine Glühbirne an der Decke,
Leuchtet nicht in jede Ecke.

Diesen Raum vergesse ich nie,
Er ist müffelnde Nostalgie,
Solltest nur Abstellkammer sein,
Doch gingst in meine Kindheit ein.

©Thorsten Trautmann

Rheine, 28.06.2021

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