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Sucht



Wenn der Alltag mein Leben färbt in grau,

Schon beim Aufstehen, fühl ich mich im Magen flau,

Dann Suche ich mein Heil in meiner Sucht,

Denn sie verheißt die ersehnte Flucht.


Diese Sucht endet selten tödlich,

Ein Entzug ist schlicht unmöglich.

Sie führt mich nicht an dunkle Orte,

Sie gebiert nur viele Worte.


Die Worte muss ich dann sortieren,

Mich in Synonymen verlieren,

Gebe ihnen neuen Sinn,

Bis zur neuen Schöpfung hin.


Wenn dieses Werk dann ist getan,

Geh ich den Alltag wieder an,

Ich kehre zurück aus meiner Flucht,

Denn Lyrik ist eine gute Sucht!


©Thorsten Trautmann


Rheine, 20.02.2021 

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