poetrycop

2. Mai




Erst kam das große Fäusteballen,

Dann sind sie übereinander hergefallen.

Die letzten Feuer schwelen noch,

Wo's gestern noch nach Gewalt und Wahnsinn roch.


Dort ist das Pflaster aufgerissen,

Das was da fehlt wurde geschmissen.

Man watet durch ein Scherbenmeer,

So manche Auslage ist heut leer.


Hier kämpften gestern die Extreme,

So gnadenlos, dass ich mich schäme,

Weil sie Teil der gleichen Gesellschaft sind,

Auch wenn sie behaupten, dass das nicht stimmt.


Wo kommt die ganze Wut bloß her?

Ist Menschlichkeit gar doch zu schwer?

Warum konnten sie ihren Hass nicht kontrollieren

Und versuchten die ganze Welt zu demolieren?


Nicht alles, was global ist, ist schlecht.

Denn global ist auch das Menschenrecht.

Die Gewalt ist die Sprache der ganz Dummen

Und sie wird leider wohl niemals verstummen.


Heute sammeln wir die Trümmer auf.

Das ist schon jetzt trauriger Brauch.

Ich sehe die Bilder von Blut und Leid

Und weiß nächstes Jahr ist es wieder so weit.


© Thorsten Trautmann


Münster, 02.05.2010

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