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Auf Messers Schneide




Der erste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten,

Schon recht früh mussten wir gleich voll durchstarten,

Die Nacht legte wieder keine Pause ein

Und sollte doch die Zeit zum Schlafen sein.


Die ganze Nacht auf Messers Schneide getanzt,

Keine Zeit für Zögern oder Angst,

Der hässlichen Fratze der Nacht wieder getrotzt,

Die einem Gewalt und Elend entgegen kotzt.


Alkohol und Wahnsinn in der Luft

Vertragen sich nicht mit der grünen Kluft.

Bedroht von dem, dessen Leben du bewahrst

Und den du trotzdem dann in die Zelle karrst.


Überstunden um das Ganze noch zu schreiben,

Während sich die letzten Trinker am Bahnhof herumtreiben.

Ich gehe langsam zwischen ihnen zu meinem Gleis

Sie sind für die Notwendigkeit meines Berufes der Beweis.


© Thorsten Trautmann


Rheine, 11.04.2010

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