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Der Vertriebene




Geballte Faust in der Hosentasche,

Am Boden steht die leere Flasche,

Er dünstet Wut und Alkohol aus

Und lässt den Frust der Straße raus.


Er wohnt da, wo andere einkaufen,

Hat keine Freunde, nur Konkurrenz im Saufen.

Hier steht jeder nur für sich selber ein,

Der Platz hier ist seiner, wenn auch klein.


Nachts liegt er in der Ecke wie Dreck,

Trotzdem will er hier auf keinen Fall weg.

Er ist sauer, weil das Leben ihn verachtet,

Nur weil er im Freien übernachtet.


Er will von niemandem etwas haben,

Ist angewiesen auf milde Gaben.

Den Zorn deshalb, versucht er zu ertränken,

Um nicht an die Hoffnungslosigkeit zu denken.


Jeden Tag das gleiche Spiel,

Er hat nichts aber braucht nicht viel.

Das Einzige, was an seiner Seele zehrt

Ist Wenn Menschen denken, sein Leben ist nichts wert.


Seine ganze Habe in zwei Tüten,

Die muss er ständig wachsam hüten.

Dieser Mann ist vom Leben ganz und gar gebrochen

Und ich hab ihm gerade einen Platzverweis ausgesprochen.


© Thorsten Trautmann


Rheine, Emsdetten, 24.07.2010

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