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Die Wüste lebt



Gesagt – getan, heißt die Devise,

Ist die Konsequenz auch eine fiese.

Rücksicht ist etwas für Schwache,

Profit die wichtigere Sache.


Wer braucht eigentlich die Natur?

Beim Wirtschaftswachstum stört sie nur.

Wir baden uns im dunklen Meer,

Das Öl schützt vor der Sonne sehr.


Bald können wir da auch gleich tanken

Und uns beim Ölkonzern bedanken.

Wir suhlen uns im Überfluss,

Die Natur bekommt den Todeskuss.


Wir fahren nur die dicken Wagen,

Beruhigen uns mit mehr Abgaben.

Wie hoch ist der Preis für diese Welt?

Verschwinden Abgase denn durch Geld?


Unser Gewissen ist auf Geld fixiert,

Weil es sonst alles manipuliert.

Doch können wir uns keine neue Welt erkaufen

Und werden deshalb wohl absaufen.


Die Bequemlichkeit bringt uns alle um,

Komfort bis ins Delirium.

Ich hoffe, dass die Menschheit nicht vergisst,

Wie unbequem eine Wüste ist!


© Thorsten Trautmann


Rheine, 22.07.2010

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