Klein

Kleine Ängste, groß geworden,
Früher Grüppchen, heute Horden.
Weinen bis die Tränen rot,
Warten auf den Sorgentod.

Kleine Schmerzen, groß geworden,
Kein Mensch will Dir jetzt Kraft noch borgen.
Die Kraft, die jetzt zum Leben fehlt
Ist die, die darin einzig zählt.

Kleine Wünsche, klein geblieben,
Das, was man nie bekommt, nicht lieben.
Die Träume werden still verhüllt,
Weil sie das Leben nicht erfüllt.

Kleine Klagen, klein gehalten,
Lieber auf Verdrängung schalten.
Der Atemzug bleibt auf dem Gleis
Und macht das Herz so kalt wie Eis. 

© Thorsten Trautmann

Rheine, 25.06.2009

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