Der Keim

Ich kann und muss jetzt glücklich sein,
Doch Angst bildet erneut den Keim,
Der mich am Leben zweifeln lässt,
Trotzdem halt' ich am Leben fest.

Gesund ist was gesund erscheint,
Man sieht nicht was im Innern keimt.
So handle ich, wie man's erwartet,
Bis dann das Innere ausartet.

Habe ich es schon im Keim erstickt?
Hat es das Licht der Welt erblickt?
Wenn ich es jetzt nicht ständig gieße,
Ist es, als ob ich's nicht zuließe.

So hadere ich mit dem Keim,
Soll nicht der Anfang vom Ende sein.
Aus diesem Keim erwächst nichts Gutes,
Ist nur der Setzling des Unmutes.

Ich darf den Keim nicht zu tief vergraben,
Da könnt' er sich an meiner Seele laben,
Doch hol ich ihn heraus, bekommt er Licht,
Und das will mein gesamtes Umfeld nicht.

Also stecke ich ihn in ein kleines Loch,
Dort spüre ich ihn ein Wenig noch,
Und versuche ihn dort zu vergessen,
Pflege mein Leben jetzt stattdessen.

©Thorsten Trautmann

Ibbenbüren, 29.08.2025

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