Wieder ein Traumschloss in Schutt und Asche,
Kein Baum der Versuchung, von dem ich nasche,
Weiß nicht wohin, denn überall bin ich,
Und zurzeit meide ich am liebsten mich.
Diese unbändige Leidenschaft,
Die unerwidert nur Leiden schafft,
Denn ich bin nicht in der Lage, sie zu zeigen,
Nenne nur ein langweiliges Gesicht mein Eigen.
Jeder Versuch scheitert schon am Beginn,
Denn ich durchforste ihn nach einem Sinn,
Den ich aber gar nicht suchen muss,
Denn diese Suche führt nur zum Schluss.
Der Sinn ist schon im Versuch enthalten,
Gefühle lassen sich nicht verwalten,
Sie zu sehen, kann man nicht erzwingen,
Muss versuchen, sie zum Ausdruck zu bringen.
Geteiltes Leid ist oft auch doppeltes Leid,
Dosiert man es nicht, geht man viel zu weit,
Die Crux an den Gefühlen ist,
Dass man sie leider nie vergisst.
©Thorsten Trautmann
Ibbenbüren, 08.02.2026